Die Katastralgemeinde Mollands-See

LAGE
Der Manhartsberg, die Ausläufer des Gföhlerwaldes, das dazwischen eingeschnittene untere Kamptal und der Südrand der Horner Bucht bilden die Landschaft unserer Gemeinde.

SEEHÖHE 333 m
Die in der Eiszeit entstandenen Lößgebiete bilden die Grundlage des Weinbaues. Hier an der Grenze zwischen Wald- und Weinviertel überschneiden sich die Flora des Nordens (baltische) und die Flora des Südens (pannonische).
Der Klopfhartsberg mit 430 m (der Sage nach „unterirdische Klopfgeister“) war kein Vulkan. Auf dem Gipfel findet man löchrigen Chalzedon (=ein Umwandlungsprodukt des Serpentins).

MOLLANDS
Erstmals urkundlich erwähnt 1208. Und zwar im „Donationsbrief“ des Hadmar von Chuenring, betreffend die Schenkung eines Zehents zu Mollands an das Kloster Zwettl.
1384 hieß Mollands „Ulanz“ und 1425 „Ullants“, wahrscheinlich war Uodellant der Gründer.
Vor 1635 wurde die Burg am Rande des Abhanges (heute Haus Nr. 1) in den Weistümern (=ländliche Rechtsquellen) von Schönberg erwähnt.
1833 wurde die Burg durch einen Brand zerstört.
1868 zerstörte ein Großbrand neun Häuser.
1884 wurde die Feuerwehr gegründet.

SEE
Name vom rundlichen, meist ausgetrockneten Teich. Den Untergrund bildet eine elf Meter dicke Schicht von Tachet (=ein gut formbarer Töpferton), der in Langenlois verarbeitet wurde.
See gehörte dem Bürgerspital von Langenlois, einer Stiftung der Eheleute Gfäller aus dem Jahre 1420.
1887 kam es zur Neuregelung der Grenzverhältnisse: See kommt zu Mollands und eine Schule wird gebaut.
1967 kommt es zur Zusammenlegung der Gemeinden Mollands-See, Schönberg-Neustift und Schönberg.